Mit soliden Vermögenssäulen dem „Inflations-Wind“ und der „Zins-Dürre“ trotzen.

Säulenhallen des Vermögens: So bauen Sie Ihr Vermögen!

In zahlreichen Ländern der Welt lassen sich Säulen von Bauwerken bewundern, die vor vielen Hunderten oder sogar Tausenden von Jahren errichtet wurden. Das Dach ist oft längst eingestürzt, doch die Säulen haben die Zeit überdauert. Sie haben das Dach getragen und geholfen, die Menschen in den Gebäuden vor Wind und Wetter zu schützen. Von allen Gebäudeteilen zählen die Säulen zu den beständigsten. Was eine Säulenhalle mit der Struktur von Kundenvermögen zu tun hat, dazu haben wir uns unsere Gedanken gemacht.

Mit soliden Vermögenssäulen dem „Inflations-Wind“ und der „Zins-Dürre“ trotzen

Stellen Sie sich Ihr Vermögen wie ein solides Bauwerk vor und konstruieren Sie Ihre persönliche „Säulenhalle des Vermögens“. Jede Säule repräsentiert dabei eine Anlageklasse. Dazu zählen beispielsweise Tagesgeld (Cash), Immobilien oder Aktien. In einem ersten Schritt sollten Sie sicherstellen, dass ausreichend Säulen in Ihrem Vermögen vorhanden sind oder aufgebaut werden.

Es lohnt sich, regelmässig zu besprechen, wie viele und welche Vermögenssäulen sie errichten möchten. Jede Säule hat ihren eigenen Charakter – vor allem, was Schwankungen und Liquidität angeht. Säulen verändern sich im Laufe der Jahre.

Ihnen sollte von Anfang an klar sein, dass langfristig eine einzelne Säule für eine solide Säulenhalle zu wenig ist. Hätte beispielsweise die Akropolis nur eine Säule gehabt, würde davon heute vermutlich kaum mehr etwas zu besichtigen sein.

Nur ein Tagesgeldkonto? Damit wäre eine Säulenhalle viel zu kurzfristig und wackelig konstruiert. Dem „Sturm der Schwankungen“ am Aktienmarkt kann man zwar mit Tagesgeldkonten entgehen, den heissen „Sonnenstrahlen der Inflation“ haben diese Sparguthaben jedoch nichts entgegenzusetzen. Langfristig schmilzt ihre Kaufkraft wie Eis in der Sonne. Zudem lassen Strafzinsen die Cash-Säule kontinuierlich dünner werden – nämlich Jahr für Jahr um minus 0,5 Prozent.

Nur Aktien? Damit entstünde eine eher schwankungsreiche Säulenhalle. Sachwerte können die Möglichkeit bieten, sich gegen Geldentwertung abzusichern. Die zu erwartenden Kursschwankungen zwingen jedoch zu langfristigen Investments.

Nur Immobilien? Die Immobiliensäule ist oftmals die dickste Säule des Vermögensgebäudes. Mit vermietetem „Betongold“ lassen sich zwar Erträge erzielen, doch liquide sind Immobilien kaum. Der Verkauf eines Hauses kann sich schon einmal Monate hinziehen. Zudem ist diese Säule zu Beginn meistens mit geliehenen Steinen gebaut, die im Laufe der Zeit durch eigene Steine zu ersetzen sind.

Nur festverzinsliche Wertpapiere? Früher konnte man der Bondsäule jedes Jahr ein paar „Zinssteine“ entnehmen und damit gegebenenfalls weitere Säulen aufbauen. Diese Zeit ist jedoch lange vorbei.

Solide Gebäude verlangen dynamische Bauweisen

Die Dicke der Säulen verändert sich im Laufe der Zeit. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Beispielsweise kann man seine Aktiensäule durch monatliche Investitionen in Aktienfonds im Rahmen von Fondspolicen aufbauen. Die Dynamik der Säulendicke kann auch von Marktbewegungen herrühren. Im März 2020 sind Aktiensäulen durch den Corona-Crash an der Börse rasch auf Bleistiftdicke geschrumpft. Seitdem haben die steigenden Märkte die Aktiensäule wieder zu einer soliden, tragenden Säule des Vermögens werden lassen.

Die Säulenhallen jeder einzelnen Anlegerin und jedes einzelnen Anlegers werden recht unterschiedlich ausfallen. Schliesslich geht es darum, seine eigenen Lebensumstände und unterschiedliche Chance-Risiko-Profile im Vermögen abzubilden.

Säulen für die Anspar- und Rentenphase: Das müssen Sie wissen

Das Bild der Säulenhalle des Vermögens lässt sich sehr gut in der Anspar- wie auch in der Rentenphase nutzen. Beim Vermögensaufbau hilft es, Säule für Säule zu errichten, und wenn man im Alter von seinem Vermögen gut leben möchte, ist es äusserst sinnvoll, nicht gleichzeitig alle Säulen einzureissen. Einmalig benötigte Beträge entnimmt man vielleicht am besten seiner Tagesgeldsäule. Laufende Rentenzahlungen – also eine Verrentung von Vermögenssäulen – lassen sich unter Zuhilfenahme von Fondspolicen gezielt aus der Aktiensäule speisen.

Säulenhallen und Kundenvermögen haben eine wesentliche Gemeinsamkeit: Ein solider Aufbau sichert bei beiden die Langfristigkeit. Dieser langfristige Charakter kann für lebenslange Rentenzahlungen ebenso bedeutsam sein wie vielleicht auch für den Erhalt für die nächsten Generationen – genau wie wir uns heute an antiken Säulen aus vergangenen Epochen erfreuen.

*Angelehnt an einen Gastbeitrag von Dr. Klaus Mühlbauer

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Herzliche Grüsse,

Ihr

Norbert Duwe

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